Digitale Währungen als Wertanlage

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom mit 1.004 Bundesbürgern ab 16 Jahren ergab, dass zwei Drittel aller Bundesbürger schon von digitalen Devisen wie Bitcoin oder Ethereum gehört haben. Die Bundesbürger betrachten die digitalen Währungen als Chance, doch sehen sie auch die Nachteile. Die Umfrage brachte folgende Ergebnisse:

  • 68 Prozent haben schon von Kryptowährungen gehört
  • 62 Prozent beklagen die Kursschwankungen und meinen, dass sich Kryptowährungen nur für Spekulanten eignen
  • 56 Prozent glauben, dass Kryptowährungen schnelle Geldtransfers ermöglichen
  • 49 Prozent glauben, dass das Bezahlen mit Kleinstbeträgen im Internet einfacher wird.

Für die meisten Befragten gelten Kryptowährungen noch als kompliziert.

Digitale Devisen als Anlageobjekte – diese Möglichkeiten gibt es

Wer sein Geld in Kryptowährungen anlegen möchte, kann die Kryptowährungen, beispielsweise Bitcoin oder Ethereum, direkt erwerben. Das ist auf Krypto-Börsen im Internet möglich. Digitale Devisen sind als kurzfristige Anlage geeignet, da die Kurse hochvolatil sind. Aufgrund der hohen Volatilität eignen sich die digitalen Devisen nicht als alleinige Geldanlage. Zusätzlich sollten Anleger in andere Objekte, beispielsweise Aktien oder Fonds, investieren.
Die Investition in digitale Devisen ist auch indirekt in Form von CFDs möglich. Anleger müssen die digitalen Währungen nicht direkt kaufen und können von der Kursentwicklung profitieren. Auch der CFD-Handel mit Kryptowährungen ist volatil und nur für risikobereite Anleger geeignet. Mit einem geringen Betrag kann aufgrund eines Hebels eine große Geldmenge bewegt werden. Dieser Hebel kann zu hohen Gewinnen führen, doch kann er sich auch negativ auswirken und hohe Verluste verursachen.
Es gibt auch die Möglichkeit, in Aktien von Unternehmen zu investieren, die mit Kryptowährungen beschäftigt sind.

Handeln mit Krypto-Robotern

Eine Möglichkeit, in Kryptowährungen zu investieren, sind Krypto-Roboter. Anleger können einen Betrag an echtem Geld einzahlen und einen Auftrag erstellen. Dieser Handel funktioniert ähnlich wie der CFD-Handel. Die Kryptowährungen, zumeist Bitcoin, werden dann gekauft oder verkauft, wenn die Kurse am günstigsten sind. Ein solcher Roboter nutzt einen Algorithmus. Bitcoin Code ist ein solcher Roboter, der ein automatisiertes und gewinnbringendes Investment verspricht. Verluste können auch beim automatischen Handel nicht ausgeschlossen werden. Anleger sollten nur einen Betrag investieren, dessen Verlust sie im Notfall verkraften können.

Krypto-Mining – keine gute Idee für eine Geldanlage

Kryptowährungen, die auf einer Blockchain basieren, beispielsweise Bitcoin, Bitcoin Cash oder Ethereum, können durch Mining erzeugt werden. Für das Bitcoin Mining gibt es Mining Pools, in denen sich viele Miner zusammengeschlossen haben. Um Mining zu betreiben, sind leistungsstarke Rechner erforderlich. Für jeden aufgespürten Block werden die Miner mit Kryptowährungen belohnt. Da die Rechner immer leistungsstärker sein müssen und ein hoher Energieaufwand erforderlich ist, wird Mining immer unrentabler. Es ist als Anlage nicht geeignet.

Welche Kryptowährungen eignen sich für eine Investition?

Der Bitcoin ist nach wie vor die digitale Währung mit dem größten Bekanntheitsgrad. Im nächsten Jahr kommt es zu einer Blockhalbierung, die zu einem Kursanstieg führen könnte. Ethereum bietet Vorteile, da es sich um ein komplettes Zahlungssystem mit Smart Contracts handelt. Ethereum ist daher auch bei Geschäftsleuten beliebt. Auch Ripple könnte zukunftsträchtig sein, da diese Krypto-Devise auch von Banken geschätzt wird und grenzüberschreitende Geldtransfers erleichtert. Schon mit geringen Beträgen ist eine Investition möglich.